Teambuilding-Maßnahme „Working Equitation Trail Training“

Am vergangenen Wochenende fand das erste Schnupper-Trail-Training mit Hindernissen aus der Working Equitation auf der Reitanlage Mumm in Felmerholz statt. Und wieder einmal zeigte sich, dass sich diese Übungen perfekt dafür eignen, um zu überprüfen, ob das Pferd-Mensch-Team auch wirklich funktioniert.

„Ein Team, das aufeinander perfekt eingespielt ist, meistert jede neue Aufgabe mit Bravour.“

Unbekannte Hindernisse müssen beim Working Equitation Trail-Training gemeinsam bewältigt werden. Und diesen Job erledigten die ganz unterschiedlichen Pferd-Mensch-Teams am vergangenen Wochenende mit Bravour. Die Mischung der Teilnehmer hatte es in sich: Reiter aller Altersklassen (von 13 Jahren bis Ende 50) und Pferde vieler Rassen (vom Isländer über Friesen und Vielseitigkeitspferd bis hin zu den spanischen Pferden) hatten wir am Start. Außerdem ware alte eingespielte Teams dabei, aber auch ganz neue Teams (zum Teil das erste Mal gemeinsam am Start). Auch Teams mit einem „Vertrauensbruch“ arbeiteten am Wochenende alte Erlebnisse auf und gingen den nächsten Schritt, das angeknackste Vertrauen zueinander wieder zu finden.

Ines und die Isi-Power – ich war sehr beeindruckt von den Beiden
Working Equitation ist „angewandte Dressur vom Feinsten“.

Nahezu alle Dressur-Lektionen werden spielerisch in den Trail-Hindernissen abgefragt. Doch im Gegensatz zur „normalen“ Dressurarbeit in der Bahn zeigen sich Ungenauigkeiten in den Trail-Hindernissen sofort und Dressur-Lektionen wie Vor- oder Hinterhandwendungen bekommen plötzlich eine ganz logische Bedeutung. So fällt hier eine Stange, dort bekommt man die Kurve nicht mehr rechtzeitig oder das Tor muss losgelassen werden. Auch ist von Vorteil, dass das Hindernis den Weg vorgibt. „Du gibst den Weg vor und dein Pferd trägt euch Beide hinüber. Schaue nicht auf die Brücke sondern den Weg entlang darüber hinweg“. Alle Teams haben so dieses (sehr enge) Hindernis bravourös gemeistert.

Jeder kennt das gemeinsame Ziel und den dafür zu leistenden eigenen Beitrag.“

Auch dies ist ein Merkmal eines guten Teams.

Ups, das Geländer fällt. Annika und Sidney haben trotzdem Spaß!
TEAMToll Ein Anderer Macht‘s!“

Diesen Spruch finde ich gerade im Hinblick auf meine Pferd-Reiter-Teams gut und richtig. Der Reiter gibt vor, was zu tun ist, hört aber im Umkehrschluss auch auf sein Pferd, wie die Aufgabe bestmöglich gemeinsam bewältigen werden kann. Gerade erfahrene Trail-Pferde kennen die Hindernisse und können so auch Schwächen des Reiters ausgleichen.

So haben mein PRE Campo und meine Tochter Mia am Wochenende das erste Mal gemeinsam die Sidepass-Stange erfolgreich gemeistert. „Lass ihn machen.“  war da der Schlüssel zum Erfolg.

Leider kein Bild vom Sidepass, aber eins, bei dem man Ihnen die Freude an der gemeinsam Arbeit ansieht.
Gemeinsam mehr erreichen!

Ich bin absolut davon überzeugt, dass das Pferd nicht nur Befehlsempfänger seines Reiters sein sollte, sondern sich auch mit seinen Stärken einbringen darf. Gerade bei der Working Equitation brauche ich ein Pferd, was mitdenkt und nicht nur sinnlos Befehle ausführt (ich kenne so viele abgestumpfte Pferde, die toll funktionieren, aber eben nicht mehr „Leben“ in sich haben). Ich will genau kontrollieren können, wann mein Pferd startet und wann mein Pferd auch wieder stoppt. Spätestens beim zweiten oder dritten Bewältigen der Hindernisse kennen die Pferde diese aber und sind schon regelrecht heiß darauf, zu zeigen, was sie können. Und dann heißt es nur noch „los“ (vorwärts, rückwärts, rechts oder links) und „stop“ (= Pause – jederzeit und sofort!) anzusagen und die Verantwortung für den Rest an seinen Partner Pferd abzugeben.

Es zeigte sich auch am Wochenende wieder, dass gerade das Aufhören gar nicht so einfach ist. Und so fielen einige Male die Stangen beim Rückwärts-L oder auch das Geländer an der Brücke. Auch beim Öffnen und Schließen des Tores sind oft nur wenige Schritte (vorwärts und seitwärts) und (Rückwärts-)Tritte notwendig. Wenn dann nicht rechtzeitig angehalten werden kann, ist dieses Hindernis kaum zu bewältigen.

Sylvia mit ihrem Friesen Tibor…
…beim korrekten Bewältigen des Tores.
Die Trail-Hindernisse:

Folgende Hindernisse hatten wir dieses Mal aufgebaut:

  1. Brücke (Danke an meinen Mann fürs Bauen der neuen Brücke!)
  2. Tonnen-8
  3. Tor
  4. Pferch
  5. Glockengasse (L und einfach)
  6. Parallel-Slalom
  7. Sidepass

Wer mehr Infos zu den einzelnen Hindernissen bekommen möchte, kommt einfach zum nächsten Trail-Trainingstag oder schaut auf den Seiten des WED e.V. (Working Equitation Deutschland). Dort finden sich unter anderem auch einige Videos zu den einzelnen Disziplinen der Working Equitation.

Gutes Teamwork verbessert nicht nur die Kommunikation miteinander.

Gutes Teamwork fördert auch das Verständnis füreinander und sorgt für mehr Freude aneinander und Stolz auf die gemeinsame erbrachte Leistung.

Was gibt es Schöneres als solch ein Feedback? Danke, Sarah!

 

Fazit: Teambuilding lohnt sich

Es waren tolle Pferd-Mensch-Teams am Start und dieser Tag hat mir wieder einmal sehr viel Freude gemacht. So hoffe ich auf baldige Wiederholung. Wir haben auf der Reitanlage Mumm einen schönen großen Aussenplatz, so dass wir im Sommer vielelicht auch einmal alle Hindernisse aufbauen können.

Und: Da der Großteil meines Parcours mobil ist, komme ich aber auch gerne zu Ihnen, und wir veranstalten bei Ihnen vor Ort ein „Working Equitation Trail Training“. Sprechen Sie mich einfach an!