Trail-Hindernis: Die Brücke

Working Equitation – Die Brücke

Team-Building-Maßnahme: Working Equitation Trail Training.

Am 23. Februar fand nun schon der zweite Trainingstag auf der Reitanlage Mumm in Felmerholz statt. Und wieder trafen viele motivierte Teilnehmer auf diesmal sogar neun (!) Hindernisse aus der Working Equitation. Der wunderschöne große Aussenplatz gab uns die Möglichkeit, uns mit unseren Pferden so richtig auszutoben. Pferde aller Rassen (Islandpferde, Spanier, Friese, Freiberger, Araber, Warmblüter…) und Reiter aller Reitweisen (Western, Freizeit, Vielseitigkeit) und Ausbildungstände verbrachten einen gemeinsamen Trail-Trainingstag und bewältigten den Parcours jeder auf seine Art und Weise.

Die Brücke

Die reine Aufgabenstellung ist relativ einfach:

„Das Pferd soll auf gerader Linie und in gleichmäßigem, flüssigen Schritt über die Brücke gehen.

Kommt man im Trab oder im Galopp auf die Brücke zu: Kurz vor dem Hindernis befindet sich eine Markierung, an der das Pferd weich zum Schritt durchpariert wird – je genauer dies gelingt, umso besser. Das Pferd läuft auf gerader Linie und in gleichmäßigem, flüssigen Schritt über die Brücke. Nach der Markierung hinter dem Hindernis erfolgt wieder ein geschmeidiger Übergang zum Trab oder Galopp.“

Flüssig über die Brücke.
Flüssig über die Brücke.

Unsere „Profis“ schafften die Brücke als Vorbereitung auf spätere Speed-Trails auch flüssig

im Trab:

und auch im Tölt:

Was tun, wenn das Pferd nicht über die Brücke will?

Wichtig ist es, Lösungen zu finden, wenn ein Pferd sich vor diesem Hindernis fürchtet und keinen Druck zu machen. Manchmal hilft es schon, wenn ein Mensch vorweg geht und das Pferd sieht, das nichts passiert. Am Allerbesten hilft jedoch ein Führpferd. Das Pferd ist schließlich ein Herdentier und folgt seinem Artgenossen meist recht unkompliziert.

Auf keinen Fall darf man Druck machen. Das Pferd wird sich dann in Zukunft neuen Herausforderungen nicht vertrauensvoll stellen sondern diese mit Druck oder sogar Schmerz verbinden. Für eine gute Partnerschaft ist es also wichtig, nicht den „Boss raushängen zu lassen“ sondern gemeinsam die bestmögliche Lösung zu finden.

Und: von der anderen Seite sieht die Brücke für das Pferd ganz anders aus. 😉 Also auch hier ruhig nochmal das Führpferd vorweg schreiten lassen.

Nach dem Lehrgang habe ich meine Teilnehmer folgende drei Fragen gestellt.

1. Was war eure persönliche Herausforderung bei diesem Hindernis?

Die Absperrungen rechts und links (Befürchtung diese umzustoßen, hängenbleiben) und dass mein Pferd dann wegspringt.“

Unsere Herausforderungen sind es im gesamten Trail die Balance und Grenzen zu finden, damit wir nicht alles umreißen oder kaputt machen.“

Achtung: das Geländer fällt!

2. Worauf ward ihr im Anschluss an meistens stolz bzw. Worüber habt ihr euch gefreut?

Man spürte, dass ihm die „Arbeit“ Spaß macht machte.“

Später problemlos und flüssig rüber zu reiten.“

Tatsächlich zur Entspannung über die Brücke zu reiten.“


3. Was habt ihr für euer „normales Reiten“ daraus gelernt?

`Einfach´ rüber reiten, nicht fest gucken. Auch bei anderen Situationen

Immer wieder neue Aufgaben beleben `das Geschäft´ = die Pferde-Mensch-Beziehung.“

Fazit:

Meine Pferd-Reiter-Teams bewältigten dieses Hindernis also jeder auf seine ganz eigene Art und Weise. Doch eins hatten sie gemeinsam: sie wuchsen mal wieder über sich hinaus. Das lässt mein Trainerherz höher schlagen.

Sie haben auch Interesse an einem Trail-Trainingstag? Schreiben Sie mir eine Mail (inken.manz@gmx.de) oder rufen mich einfach an (0171 90 60 730)!